Der BBK setzt ein Zeichen

Blick in die Ausstellung auf die Arbeiten von uve mehr. Foto: BBK
Blick in die Ausstellung auf die Arbeiten von uve mehr. Foto: BBK

Ausstel­lung „Lebens­li­nien“: Werke von über 80-jährigen Künstlern im Fokus

Der Berufs­ver­band Bildender Künst­le­rinnen und Künstler (BBK) rückt mit einem außer­ge­wöhn­li­chen Ausstel­lungs­pro­jekt „Lebens­li­nien“ die oft überse­hene, aber künst­le­risch wertvolle Schaf­fens­phase in späteren Lebens­jahren in den Fokus. Gezeigt werden aktuelle Werke von dreizehn Künst­le­rinnen und Künstlern, die bereits älter als 80 Jahre sind. Die Ausstel­lung läuft noch bis zum 8. März.

„Die Entschei­dung für dieses Projekt ist ein klares Statement“, erklärt Julia Taut, Geschäfts­füh­rerin im Kunsthaus BBK. „Künst­le­rinnen und Künstler dieses Alters tragen eine unglaub­liche Fülle an Erfahrung, techni­schen Raffi­nessen und persön­li­cher Tiefe in ihre Arbeiten. Leider geraten ihre Werke im schnell­le­bigen Kunst­markt oft in den Hinter­grund. Mit den ‚Lebens­li­nien‘ wollen wir diese Meister­schaft, diese künst­le­ri­sche Konti­nuität und die erfah­renen Perspek­tiven wieder sichtbar und erfahrbar machen.“

Obwohl die Lebens­er­war­tung steigt, nimmt die Präsenz von älteren Künst­le­rinnen und Künstlern in den Insti­tu­tionen ab. Der „Jugend­wahn“ grassiert im Kunst­be­trieb. Die Statis­tiken des Kultur­rates zeigen, dass insbe­son­dere Künst­le­rinnen im Alter massiv an Sicht­bar­keit verlieren. Laut Daten von Artprice konzen­triert sich der Sekun­där­markt oft auf verstor­bene Künstler oder sehr junge Talente. Das Segment zwischen 80 und 100 ist unter­re­prä­sen­tiert, heißt es in der Presse­an­kün­di­gung.

Teilneh­mende Künst­le­rinnen und Künstler sind Karl-Heinz Adamski, Ingrid Ahrens, Eimo Cremer, Zinate Engel, Heike Hidalgo, Dr. Roland Hohlbaum, Helge Karnagel, Charlott Ruth Kott, Heide Lühr-Hassels, Chris­tiane Mauthe, uve mehr, Doris Weiß und Ev Zinker­nagel.

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