Werbung für Wolfen­büt­tels Biblio­thek in der ganzen Welt

Zum Jubiläum „450 Jahre Herzog August Bibliothek" hat das Bundesfinanzministerium dieses Sonderpostwertzeichen herausgegeben. Foto: Karl-Ernst Hueske

Das Bundes­mi­nis­te­rium der Finanzen lässt 3 Millionen Sonder­brief­marken zum 450. Jubiläum der Herzog August Biblio­thek drucken.

Der Gründer der Herzog August Biblio­thek (HAB) ist nicht unbedingt gleich auf den ersten Blick erkennbar, aber die von der Grafik­de­si­gnerin Barbara Dimanski entwor­fene Sonder­brief­marke zum HAB-Jubiläum ist schon ein echter Hingucker. So sah es auch HAB-Direktor Peter Burschel: „Was für eine glück­liche Überra­schung, Pixel­kunst! Ein Vexier­bild, ein Suchbild, das Sammlungs­ge­schichte erzählt, indem es über ein aufge­schla­genes Buch Wissens­welten eröffnet. Wissens­welten, die in Form von Bildzellen typogra­phisch so in Beziehung gesetzt werden, dass sie analog wie digital zu verstehen sind.“

Logo Braunschweiger ZeitungDieser Artikel ist zuerst erschienen am 29.04.2022 (Bezahl-Artikel)

Für die HAB ist die Marke eine besondere Auszeich­nung

Das Bundes­mi­nis­te­rium der Finanzen hat 3 Millionen Sonder­brief­marken zum HAB-Jubiläum drucken lassen. Die ersten Exemplare des neuen Sonder­post­wert­zei­chens, so die offizi­elle Bezeich­nung für die Brief­marke im Wert von 195 Cent, sind seit einigen Tagen bei der Post erhält­lich. Der Portowert von 195 Cent entspricht der Gebühr für eine Bücher- und Waren­sen­dung. Bei einem kleinen Festakt in der HAB präsen­tierte Stefan Ramge vom Bundes­mi­nis­te­rium der Finanzen das neue Postwert­zei­chen. Er berich­tete: Jedes Jahr würden das Bundes­fi­nanz­mi­nis­te­rium etwa 500 Vorschlä­gefür Sonder­brief­marken erreichen. Ein Gremium aus Experten wähle dann zusammen mit dem Programm­beirat die besten 50 Vorschläge und die Entwürfe zur grafi­schen Umsetzung aus. Die letzte Entschei­dung treffe jedoch stets der Bundes­fi­nanz­mi­nister, in diesem Fall also Christian Lindner. Es ist somit eine besondere Auszeich­nung, wenn eine Insti­tu­tion wie die HAB mit einer Sonder­marke ausge­zeichnet wird, auch wenn sie finan­ziell nicht davon profi­tiert. HAB-Direktor Peter Burschel sprach deshalb auch von einer beson­deren Ehre für das Bücher­haus, das in diesem Jahr sein 450-jähriges Bestehen feiert.

Marke geht nun mit Bücher­sen­dungen auf Reisen in alle Welt

Ähnlich wie die Mitar­beiter der HAB war auch der Direktor sehr gespannt, wie die Sonder­marke aussehen werde, verriet er den Gästen des Festaktes, darunter auch Björn Thümler, leiden­schaft­li­cher Brief­mar­ken­sammler und Nieder­säch­si­scher Minister für Wissen­schaft und Kultur. Thümler erklärte: „Ich freue mich sehr, dass die außer­ge­wöhn­liche 450-jährige Erfolgs­ge­schichte der HAB, die vor gut 300 Jahren schon als Achtes Weltwunder galt, mit einer Sonder­brief­marke ausge­zeichnet wird.“ Und er fügte noch hinzu: „Auch wenn sich die HAB ihrer Wurzeln und ihrer langen Tradition bewusst ist, blickt sie doch beständig in die Zukunft und geht auch digital neue Wege. Diese geglückte Trans­for­ma­tion von der fürst­li­chen Sammlung zur modernen, hybriden außer­uni­ver­si­tären Forschungs- und Studi­en­stätte hat in der Tat eine Sonder­brief­marke verdient. Als Botschafter der HAB geht dieses anschau­liche Kunstwerk im Minia­tur­format nun mit Bücher­sen­dungen auf Reisen in alle Welt.“

So sah es auch der Vertreter des Bundes­fi­nanz­mi­nis­te­riums: „Brief­marken sind kleine, aber wirkungs­volle Kultur­bot­schafter unseres Landes. Brief­marken haben den Auftrag, den Menschen anderen­orts über Ereig­nisse, Persön­lich­keiten und besondere Orte zu berichten, die unser Land und unsere gesell­schaft­liche und kultu­relle Entwick­lung nachhaltig geprägt haben.“

Logo Braunschweiger ZeitungDieser Artikel ist zuerst erschienen am 29.04.2022 und erreichbar unter: https://www.braunschweiger-zeitung.de/wolfenbuettel/article235204835/Werbung-fuer-Wolfenbuettels-Bibliothek-in-der-ganzen-Welt.html (Bezahl-Artikel)

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