Zwischen Histo­ri­en­film und Gegen­warts­kritik

Michael Grisko. Foto: Marcel Krummrich

Michael Grisko, Geschäfts­führer Richard Borek Stiftung, hält am 11. Juni (18.30 Uhr) an der TU Braun­schweig (Pockels­straße 11, Hörsaal PK 11.1) seinen Vortrag: „Ein Film von Linealen, Subor­di­na­tion und fehlender Natio­nal­li­te­ratur. Egon Günthers Kino- und TV-Adaption ‚Die Leiden des jungen Werthers‘“ (DDR 1976). Der Vortrag findet im Rahmen der Ringvor­le­sung zu „250 Jahre Die Leiden des jungen Werthers statt“. Prof. Dr. Grisko nimmt einen Lehrauf­trag im Bereich Literatur- und Medien­wis­sen­schaft an der TU Braun­schweig wahr. Der Eintritt ist frei.

Der 1774 erschie­nene Brief­roman Johann Wolfgang von Goethes begrün­dete nicht nur die deutsche Natio­nal­li­te­ratur, sondern rief auch zahlreiche Inter­pre­ta­tionen im Bereich der Oper, des Theaters oder des Films hervor. Michael Grisko entwi­ckelt die besondere Sicht­weise der 1976 in die Kinos gekom­menen Film-Variante des DEFA-Regis­seurs Egon Günther und eröffnet das im Film angelegte Spannungs­feld zwischen Histo­ri­en­film und Gegen­warts­kritik.

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