Die originale Arbeitsbibel von Abt Lorbeer aus dem Jahr 1568 kehrt auf den Altar zurück
Einen Tag nach dem offiziellen Reformationstag findet in der Klosterkirche Riddagshausen am Sonntag, 1. November, um 11 Uhr ein besonderer Gottesdienst statt. Auf dem Altar wird dabei die originale Arbeitsbibel von Abt Johannes Lorbeer aus dem Jahr 1568 liegen. In Braunschweig hatte die Reformation früher eingesetzt. Bereits im Jahr 1528 beauftragte der Rat Johannes Bugenhagen mit einer neuen Kirchenordnung.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird der frühere Pastor der Klosterkirche (1976 – 1987) und spätere Domprediger Joachim Hempel über die Reformation im Kloster berichten. Nach dem Ende des katholischen Konvents blieb Riddagshausen als protestantische Klosterschule bestehen. Zisterzienser hatten das Kloster 1145 gegründet. Die heutige Kirche wurde 1275 geweiht.
Henning Borek vom Förderverein Riddagshausen-Bürgerschaft und Joachim Hempel werden die historische Bibel, die gewöhnlich im Zisterziensermuseum ausgestellt ist, mit weißen Schutzhandschuhen zum Altar getragen. In der Bibel vermerkte Abt Lorbeer die Bibelstellen, die ihn bewogen, zwischen 1562 und 1568 die lutherische Lehre im Kloster einzuführen.
Für die musikalische Gestaltung sorgt Landeskirchenmusikdirektor Thorsten Göbel). Der Eintritt ist frei.



