Die gute Resonanz weckt Hoffnung auf eine langfristige Lösung
Die Braunschweiger Gastronomin Cigdem Müftüoglu hat im Quartier Sankt Leonhard ihren dritten Standort eröffnet. Zunächst ist das Pop-up-Café nur bis Ende September geplant. Doch schon jetzt gibt es Gespräche über eine Verlängerung.
„Das Café wird in der Nachbarschaft sehr gut angenommen. Ich bin zufrieden mit der Resonanz und kann mir sehr gut vorstellen, länger zu eröffnen“, sagt Müftüoglu. Eine Fortsetzung wäre für beide Seiten ein Gewinn: Eine gastronomische Nutzung war in Braunschweigs erstem integrativen Stadtquartier von Beginn an vorgesehen. Theke und Küche waren deshalb bereits vorhanden. Zugleich würde die Nachbarschaft einen neuen Treffpunkt behalten. Cafés haben vielerorts die Rolle übernommen, die früher den Eckkneipen zukam.

Zusammenarbeit mit Ausstellung
Gegenwärtig ist der Betrieb des temporären Cafés an die Laufzeit der Fotoausstellung „manyFACES“ gekoppelt. Die Zusammenarbeit entstand durch den Kontakt zum Fotografen Christoph Borek, der dort seine Bilder zeigt.
Wie die beiden anderen Standorte von Cigdem Müftüoglu hat sich auch das Café in Sankt Leonhard schnell zu einem Ort der Begegnung entwickelt. Dabei besitzt jedes ihrer Cafés einen eigenen Charakter, wie die Gastronomin betont. Und auch die Speisekarten sind nicht identisch. Das Ambiente der sanierten Stallscheunen in Sankt Leonhard macht das Café fraglos zu etwas Besonderem.
Ihr erstes Café eröffnete Müftüoglu mit dem „Café Krokus“ am Max-Beckmann-Platz. Der Innenraum ist mit 45 Quadratmetern und 16 Sitzplätzen vergleichsweise klein. Dafür steht den Gästen ein großzügiger Außenbereich zur Verfügung, der vom Frühjahr bis in den Herbst hinein sehr gut besucht ist.
Am zweiten Standort an der Gliesmaroder Straße im „Café Magnolie“ gibt es deutlich mehr Plätze im Innenraum und ebenfalls eine gut dimensionierte Außenterrasse. Vom Erfolg der beiden Cafés ermutigt, wagte Müftüoglu nun den nächsten Schritt. Das Pop-up-Café in Sankt Leonhard ist noch einmal größer.

Von der IT-Expertin zur Gastronomin
Als Gastronomin betrat Cigdem Müftüoglu vor drei Jahren Neuland. Ganz fremd war ihr die Branche allerdings nicht. Ihre Eltern betrieben viele Jahre lang eine Konditorei in ihrer türkischen Heimat. Um sich den Wunsch vom eigenen Café zu erfüllen, nahm die IT-Expertin eine Auszeit von ihrer Anstellung. Der Drang, etwas Neues auszuprobieren, war größer als das Bedürfnis nach vollständiger Sicherheit. Ihre Risikobereitschaft hat sich ausgezahlt. Zu Beginn backte Müftüoglu sämtliche Kuchen noch selbst. Bei inzwischen drei Standorten ist das nicht mehr möglich. „Zum Glück habe ich ein tolles Team, mit dem wir alles managen können“, sagt die 43-Jährige.
Die Nachbarschaft in Sankt Leonhard hofft nun, dass aus dem Pop-up eine längerfristige Einrichtung wird und Cigdem Müftüoglu auch künftig drei Cafés mit Kuchen und anderen Speisen versorgen muss.



