Glänzende Zeitzeugen aus Blech

Blick auf Norddeutschlands größtes Oldtimertreffen. Foto: BATC
Blick auf Norddeutschlands größtes Oldtimertreffen. Foto: BATC

Braun­schweiger Auto Touren-Club veran­stal­tete seit 1982 das größte Oldti­mer­treffen Norddeutsch­lands.

Das aus dem Veran­stal­tungs­ka­lender der Stadt nicht mehr wegzu­den­kende Oldti­mer­treffen des Braun­schweiger Auto Touren-Clubs findet am 1. Mai bereits zum 43. Mal statt. Auf dem Harz- und Heide-Gelände werden 1250 histo­ri­sche Autos, Lastwagen, Motor­räder und Traktoren erwartet. Bei der Premiere des Oldti­mer­tref­fens im Jahr 1982 waren es gerade einmal 120 Fahrzeuge.

Längst genießt das größtes Oldti­mer­treffen Norddeutsch­lands einen legen­dären Ruf. Weil die Kapazi­täts­grenze binnen Wochen­frist erreicht war, musste die Nennliste auch in diesem Jahr vorzeitig geschlossen werden. Einige Teilnehmer hatten sich sogar in der Nacht zum 1. März einen Wecker gestellt, um eine einstel­lige Teilnehmer-Nummer zu ergattern. Die erwar­teten rund 10.000 Besucher erwarten Raritäten, aber auch Alltags­fahr­zeuge, die bis heute im Straßen­bild vertreten sind. Der Eintritt beträgt unver­än­dert fünf Euro für Erwach­sene. Kinder bis zwölf Jahren haben freien Eintritt. Das Programm­heft mit allen Infor­ma­tionen zur Veran­stal­tung ist für drei Euro am Eingang erhält­lich.

Von Resonanz begeis­tert

„Wir freuen uns, dass das Interesse an unserem Oldti­mer­treffen seit nunmehr vier Jahrzehnten ungebro­chen ist. Wir sind stolz darauf, den vielen passio­nierten Liebha­bern klassi­scher Fahrzeuge jedes Jahr eine so große Plattform zur Präsen­ta­tion ihrer Schätze bieten zu können. Und wir sind natürlich jedes Jahr aufs Neue von der überwäl­ti­genden Resonanz beim Publikum begeis­tert“, blickt der BATC-Vorsit­zende Robert Lienau voller Enthu­si­asmus auf das diesjäh­rige Treffen voraus.

Audi 100 Coupe. Foto: Tatjana Schmidt
Audi 100 Coupe. Foto: Tatjana Schmidt

Ein Wieder­sehen gibt es zum Beispiel mit einem BMW 503 (1957), einem, Borgward P100 (1961), einer Mercedes Pagode (1968), einem Porsche Targa (1969), einem Renault Alpine A110 (1975) oder einem NSU Ro 80 (1976). Zu bestaunen sind auch ameri­ka­ni­sche „Schlitten“ wie ein Oldsmo­bile Sedan (1947), ein Chevrolet Bel Air (1957), ein Buick Riviera (1957) oder ein Thunder­bird Cabrio (1964). Dazu kommen die beliebten engli­schen Roadster wie ein Triumph TR 6 (1972), ein Triumph Spitfire (1976) oder ein MGB (1976). Mit einem Rolls-Royce Silver Cloud (1965), einem Bentley Mulsanne (1967) oder einem Ferrari GTS (1994) ist auch das Luxus­seg­ment vertreten. Und natürlich sind auch mit Citroens Enten, Volks­wa­gens Käfern oder Fiats Knutsch­ku­geln liebge­won­nene Brot- und Butter-Autos am Start.

Gegensätze ziehen sich an: Fiat 500 und Ferrari. Foto: Tatjana Schmidt
Gegen­sätze ziehen sich an: Fiat 500 und Ferrari. Foto: Tatjana Schmidt

Mehr als alte Fahrzeuge

„Oldtimer sind nicht nur alte Fahrzeuge, sondern auch Zeitzeugen vergan­gener Epochen. Sie erzählen Geschichten früherer Zeiten und lassen uns eintau­chen in eine Welt voller Nostalgie und Eleganz. Sie erzählen die techni­sche Entwick­lung der Mobilität, ohne die unsere heutige Welt nicht so wäre, wie wir sie erleben dürfen“, erklärt Robert Lienau die Faszi­na­tion, die diese Fahrzeuge ausüben.

Chevrolet, Baujahr 1929. Foto: Tatjana Schmidt
Chevrolet, Baujahr 1929. Foto: Tatjana Schmidt

Die Präsen­ta­tion ausge­wählter Fahrzeuge wird erneut von Johannes Hübner moderiert. Seit vielen Jahren moderiert der hessische Oldtimer-Experte kompetent und liebevoll die Raritäten und Klassiker in den Vorstel­lungs­runden. Hübner ist einer der renom­mier­testen Experten für klassi­sche Fahrzeuge und ist weltweit bei Oldtimer-Veran­stal­tungen wie dem Oldtimer Grand Prix in Monte-Carlo oder der klassi­schen Rallye „Mille Miglia“ im Norden Italiens gefragt.

Lanz-Trecker, Baujahr 1941. Foto: Tatjana Schmidt
Lanz-Trecker, Baujahr 1941. Foto: Tatjana Schmidt

Mann der ersten Stunde

Untrennbar ist die populäre Veran­stal­tung mit dem Namen Karl-Heinz „Kalle“ Engel. Als „Mann der ersten Stunde“ ist der 85-Jährige bis heute beim Oldti­mer­treffen engagiert. Die Idee zu der Veran­stal­tung hatte einst Dieter Bohnhorst. Gemeinsam riefen sie das Oldti­mer­treffen des BATC ins Leben. „Trotz des schlechten Wetters waren am frühen Morgen des 1. Mai 1982 Tausende von Braun­schweiger Autofans auf den Beinen, um beim ersten Braun­schweiger Oldtimer-Treffen auf der Lünisch­höhe in Riddags­hausen dabei zu sein. … Diese Veran­stal­tung muss man als erfolg­reich ansehen,“ schrieb seiner­zeit die Presse.

Es folgten Veran­stal­tungen auf dem Gelände der ehema­ligen Feldschlöß­chen-Brauerei, auf den Parkplätzen der Volks­wagen Financial Services und schließ­lich dem Flughafen, bevor 2007 das Harz- und Heide-Gelände eine ideale Heimat wurde. Wie in jedem Jahr erfolgt der Start der Veran­stal­tung auch in diesem Jahr um 10 Uhr mit dem das tradi­tio­nelle Anheizen und die Vorfüh­rung eines Lanz Bulldog. Das ist nicht nur optisch, sondern auch akustisch ein Erlebnis. 

Programm:                                  

  • 8.30 Uhr: Ankunft der Teilnehmer
  • 9 Uhr: Einlass der Besucher
  • 10 Uhr: Anheizen und Vorfüh­rung eines Bulldog
  • 10.30 Uhr: Vorfüh­rung ausge­wählter PKW
  • 14 Uhr: Vorfüh­rung ausge­wählter ameri­ka­ni­scher PKW
  • 14.45 Uhr: Vorfüh­rung ausge­wählter Motor­räder
  • 15.15 Uhr: Vorfüh­rung ausge­wählter LKW
  • 15.45 Uhr: Vorfüh­rung ausge­wählter Schlepper
  • 16.15 Uhr: Vorfüh­rung ausge­wählter Rennfahr­zeuge

Kontakt:

Braun­schweiger Auto Touren-Club

Pippelweg 61 

38120 Braun­schweig                                 

E‑Mail: vorstand@batc.de                                                                                                         Internet: https://www.batc.de

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