Endlich wirkt die Durch­fahrt in Glies­ma­rode wieder freund­lich

Die frisch gestrichene Unterführung am Bahnhof Gliesmarode. Foto: Der Löwe
Die frisch gestrichene Unterführung am Bahnhof Gliesmarode. Foto: Der Löwe

Die Bahnun­ter­füh­rung am Bahnhof ist von Schmie­re­reien befreit und frisch gestri­chen

Wer am Bahnhof Glies­ma­rode unter den Gleisen hindurch­fährt, sieht jetzt wieder helle, saubere Wände. Die Unter­füh­rung, über viele Jahre ein wenig einla­dender Anblick, ist gereinigt und mit graffi­ti­hem­mender Farbe gestri­chen worden. Das Ergebnis fällt im Alltag sofort auf. Die Durch­fahrt wirkt für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer gleicher­maßen freund­li­cher.

Für eine solche Verän­de­rung braucht es keinen großen Aufwand. Gerade eine Unter­füh­rung wird täglich von vielen Menschen genutzt. Saubere Wände können dazu beitragen, dass ein Durchgang weniger abweisend erscheint und man sich dort wohler fühlt. Der frische Anstrich soll zudem verhin­dern, dass neue Schmie­re­reien so leicht haften bleiben.

Möglich wurde die Arbeit durch eine Verein­ba­rung der Stadt Braun­schweig mit der Richard Borek Stiftung. Die Stiftung stellt für ein Jahr bis zu 60.000 Euro bereit. Die Stadt trägt den gleichen Betrag. Damit stehen insgesamt bis zu 120.000 Euro zur Verfügung, um die Besei­ti­gung illegaler Graffiti und Aufkleber im öffent­li­chen Raum zu verstärken. Die Umsetzung läuft über die bestehende Zusam­men­ar­beit mit der VHS Arbeit und Beruf GmbH.

So sah die Unterführung bis vor kurzem aus. Foto: Der Löwe
So sah die Unter­füh­rung bis vor kurzem aus. Foto: Der Löwe

Geplant sind zusätz­lich zu der bereits tätigen Gruppe zwei weitere Arbeits­gruppen. Sie sollen flexibel dort einge­setzt werden, wo der Bedarf gerade besonders groß ist. Das ist auch deshalb wichtig, weil die bisherige Reinigung nach dem Ende der Förderung durch das Jobcenter deutlich kleiner ausfallen musste. Zuvor wurden im Rahmen des Projekts „Unser sauberes Braun­schweig“ jedes Jahr unter anderem mehr als 5.000 Schalt­kästen gereinigt oder gestri­chen und zwischen 15.000 und 40.000 Aufkleber entfernt.

Am Bahnhof Glies­ma­rode ist die Arbeit aller­dings noch nicht überall abgeschlossen. Weitere beschmierte Gebäude und Wände gehören der Deutschen Bahn. Sie wurden bei der jetzigen Reinigung nicht mitbe­han­delt. Es liegt aber inzwi­schen die Geneh­mi­gung der Bahn vor, dass die Stadt auch diese Bereiche reinigen darf. Wann das geschieht, ist offen. Für ein einheit­lich gepflegtes Umfeld wäre es wünschens­wert, wenn die noch betrof­fenen Flächen bald folgen könnten.

Illegale Graffiti und Aufkleber sind nicht bloß ein Ärgernis für das Auge. Aufkleber können Verkehrs­schilder unleser­lich machen. Schmie­re­reien verur­sa­chen Kosten und lassen öffent­liche Orte ungepflegt wirken. Die Stadt verweist auf Tausende Sachbe­schä­di­gungen, die Jahr für Jahr im Stadt­ge­biet regis­triert werden. Wer erwischt wird, muss mit zivil­recht­li­chen Forde­rungen rechnen. Bei einer Verur­tei­lung können außerdem straf­recht­liche Folgen drohen.

Reinigung der der Deutschen Bahn gehörenden Gebäude und Flächen steht noch aus. Foto: Der Löwe
Reinigung der der Deutschen Bahn gehörenden Gebäude und Flächen steht noch aus. Foto: Der Löwe

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