Die Grenze zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit wird von Maler Jürgen Brohm intuitiv aufgehoben. Von seinem außergewöhnlich feinen Farbgefühl zeugt seine Ausstellung „Das Schmatzen des Pinsels“ im Torhaus des Botanischen Gartens in Braunschweig (Humboldtstraße 1). Wie entscheidet ein Künstler eigentlich, was er darstellen möchte? Wie genau werden manche Dinge bildwürdig und andere nicht? lm Falle des Malers Jürgen Brohm ist es keine lange akademische Auseinandersetzung mit tradierten Themen, kein politisches Statement zu aktuellen Missständen und keine Wiederholung gängiger Ikonographie. Denn die Motive suchen sich Jürgen Brohm. So kann es passieren, dass der Maler in seinem Alltag auf skurille Fundstücke stößt, deren wahre Natur nur er zu sehen vermag. Die Ausstellung läuft noch bis zum 2. Juni. Führungen werden am 26. Mai und 2.Juni (jeweils 14 Uhr) angeboten.
Das Schmatzen des Pinsels

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