Fiktive Gespräche mit welfi­schen Vorfahren

Heinrich Prinz von Hannover mit seinem neuen Buch. Foto: Schlossmuseum
Heinrich Prinz von Hannover mit seinem neuen Buch. Foto: Schlossmuseum

Das neue Buch von Heinrich Prinz von Hannover erlaubt Einblicke in die Gedan­ken­welt von drei Genera­tionen des Welfen­hauses.

Heinrich Prinz von Hannover stellt am Donnerstag, 29. Januar 2026, sein neues Buch „Das Haus Hannover. ABGEDANKT? Gespräche über Erbe, Tradition und Gegenwart“ im Schloss­mu­seum Braun­schweig vor. Die fiktiven Unter­hal­tungen vermit­teln Hinter­grund­in­for­ma­tionen und ungewohnte Einblicke in das Leben und die Gedan­ken­welt von Vertre­tern des Welfen­hauses aus drei Genera­tionen.

Am 14. November 2023 gedachte die Familie der Welfen des 100. Todestags des letzten Kronprinzen von Hannover. Ernst August (1845–1923) starb in seinem Schloss Cumber­land in Gmunden, Öster­reich, nach einem Leben als letzter König von Hannover, bevor die Monarchie abgeschafft wurde.

Idee am 100. Todestag

Heinrich Prinz von Hannover (geboren 1961), einer seiner Urenkel, kam anläss­lich des Todes­tages die Idee, sich mit seinem Vorfahren und dessen beiden Nachkommen Herzog Ernst August von Braun­schweig (1887–1953) und Ernst August Prinz von Hannover (1914–1987) postum über ihr Leben zu unter­halten. Heinrich Prinz von Hannover ist Histo­riker und jüngster Sohn von Ernst August von Hannover.

Ernst August, Herzog von Braun­schweig, war vom 1. November 1913 bis zu seiner Abdankung am 8. November 1918 der letzte regie­rende Herzog des Herzog­tums Braun­schweig und der letzte regie­rende Monarch des Hauses Hannover. Ernst August war mit der Kaiser­tochter Victoria Luise (1892–1980) verhei­ratet. Am 1. November 1913 übernahmen er nach fast drei Jahrzehnten wieder die legale Thron­folge in Braun­schweig. Herzog Ernst August dankte nach dem verlo­renen Ersten Weltkrieg 1918 als erster deutscher Monarch ab. Erst einen Tag später verkün­dete Reichs­kanzler Max von Baden die Abdankung von Kaiser Wilhelm II. in Berlin.

Getauft im Braun­schweiger Dom

Ernst August von Hannover, der 1914 als Erbprinz und Sohn des regie­renden Herzogs in Braun­schweig geboren wurde, wurde im Mai 1914 im Braun­schweiger Dom getauft. Er wuchs nach dem Ende der Monarchie mit seinen Eltern und Geschwis­tern im öster­rei­chi­schen Exil auf. Im Zweiten Weltkrieg nahm er am Krieg gegen die Sowjet­union teil. Im Frühjahr 1943 wurde er bei Charkow schwer verwundet. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde er für einige Wochen von der Geheimen Staats­po­lizei gefangen genommen.

Die Buchprä­sen­ta­tion beginnt um 18 Uhr. Die Teilneh­mer­zahl ist begrenzt. Eine Anmeldung unter schlossmuseum@residenzschloss-braunschweig.de oder Tel.: (0531) 470 4876 wird empfohlen. Eintritt: 5 Euro.

Fakten

„Das Haus Hannover. ABGEDANKT? Gespräche über Erbe, Tradition und Gegenwart“, erschienen im September 2025 im  Matrix­Media-Verlag, 175 Seiten, ISBN-10: ‎3946891276, ISBN-13: 978–3946891277, 22 Euro. Das Buch kann an dem Abend im Schloss­mu­seum erworben werden. 

Kontakt:

Schloss­mu­seum Braun­schweig
Schloss­platz 1, 38100 Braun­schweig
Öffnungs­zeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr
Telefon: 0531/470 4876
E‑Mail: schlossmuseum@residenzschloss-braunschweig.de
Internet: www.schlossmuseum-braunschweig.de

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