Jubiläumsausstellung des Schlossmuseums endet am Wochenende 12./13. September
Mit einem Wochenende voller Musik, Rätsel und Mitmachangebote verabschiedet das Schlossmuseum Braunschweig seine Jubiläumsausstellung „15 Jahre Schlossmuseum“. Am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September, gilt ermäßigter Eintritt für alle. Ein eigens entwickeltes Jubiläumsquiz liegt kostenlos an der Kasse bereit. Am Sonntag endet die Ausstellung, die seit Mai auf eineinhalb Jahrzehnte Museumsarbeit zurückblickt.
Am Samstag wird der Weiße Saal zusätzlich zur Bühne des Regionalen Musikfests „So klingt die Region“. Von 11.30 bis 21 Uhr treten dort Ensembles und Solokünstlerinnen und ‑künstler auf. Das Spektrum reicht von Rock- und Pop-Covern über Folk, Jazz und Blues bis zu Tango und vertonten Gedichten. Wer ausschließlich die Konzerte im Weißen Saal besucht, hat freien Eintritt.
Idealtypisch eingerichtet
Eröffnet wurde das Schlossmuseum am 9. April 2011. Seitdem verleiht es dem wieder aufgebauten Residenzschloss historische Tiefe. Im Nordflügel führt eine Enfilade – eine Folge miteinander verbundener Räume – durch Spiel- und Musikzimmer, Arbeitszimmer, Audienzzimmer und Thronsaal. Die idealtypisch eingerichteten Wohn- und Repräsentationsräume versetzen die Gäste in die Regierungszeit Herzog Wilhelms von 1831 bis 1884.
Das Konzept folgt der Idee eines Raumkunstmuseums: Möbel, Gemälde und Kunstgegenstände stehen nicht isoliert in Vitrinen, sondern fügen sich zu historischen Raumensembles. Dadurch wird anschaulich, wie im Schloss gewohnt, gearbeitet, musiziert und repräsentiert wurde. Originale Stücke treffen dabei auf sorgfältige Rekonstruktionen, die sich auf Fotografien, Beschreibungen und historische Inventare stützen.
Das Spiel- und Musikzimmer war ein Ort der Muße und der vertraulichen Unterhaltung. Sein Mittelpunkt ist der um 1820 von der Wiener Firma Conrad Graf gefertigte Hammerflügel – das einzige erhaltene Musikinstrument aus dem alten Residenzschloss und eines der kostbarsten Exponate des Museums. Im Arbeitszimmer fallen der spätklassizistische Schreibtisch von Constantin Uhde, ein roter Ledersessel nach einem Entwurf Carl Theodor Ottmers und die kräftig gemusterten Möbelbezüge ins Auge.

Prunkvoller Thronsaal
Das Audienzzimmer steht für den repräsentativen Anspruch des Hofes. Teilvergoldete Sitzmöbel, Pariser Tischleuchter im Stil des späten Empire und ein in London erworbener silberner Tafelaufsatz bilden den Rahmen, in dem der Herzog Botschafter, Fürsten, Offiziere und angesehene Bürger empfing. Der Teppich trägt das große Staatswappen der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg. Prunkvoller Höhepunkt ist der ganz in fürstlichem Rot gehaltene Thronsaal. Constantin Uhde entwarf den Thron 1881 zum 50. Thronjubiläum Herzog Wilhelms. Löwe und Welfenross erscheinen als Wappentiere an vielen Stellen.
Möglich wurde der schlossähnliche Innenausbau durch das Engagement mehrerer Stiftungen. Zu den maßgeblichen Förderern gehören die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, die heutige Braunschweigische Stiftung und die Richard Borek Stiftung. Letztere ist Hauptleihgeberin und erwarb bei der Welfen-Auktion 2005 rund 1.000 Objekte mit Schlossbezug. Weitere Leihgaben stammen unter anderem aus dem Braunschweigischen Landesmuseum, dem Städtischen Museum, dem Herzog Anton Ulrich-Museum und dem Hoffmann-von-Fallersleben-Museum. Trägerin ist die Stiftung Residenzschloss Braunschweig, an der auch die Stadt beteiligt ist.
Nach 15 Jahren zeigt die Jubiläumsausstellung deshalb nicht nur eine Bilanz. Sie macht sichtbar, dass das Museum von originalen Objekten, historischer Forschung, lebendiger Vermittlung und der Beteiligung seines Publikums gleichermaßen lebt. Das Abschlusswochenende setzt dafür einen passenden Schlusspunkt: mit Erinnerungen an Vergangenes, Wünschen für die Zukunft – und Musik im Weißen Saal.
Fakten:
Termin: Samstag, 12. September, und Sonntag, 13. September 2026
Ausstellung: „15 Jahre Schlossmuseum“; letzter Ausstellungstag ist Sonntag, 13. September
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr, montags geschlossen; am Abschlusswochenende ist die Ausstellung an beiden Tagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet
Eintritt am Abschlusswochenende: Ermäßigter Museumseintritt für alle. Regulär: Erwachsene 5 Euro, ermäßigt 2 Euro; frei bis 15 Jahre in Begleitung einer erwachsenen Person
Konzerte (je 30 Minuten): 11.30 Uhr Gitarren-Ensemble der Städtischen Musikschule Braunschweig, 12.30 Uhr Akustik-Trio SHM – Rock- und Pop-Cover, 16.30 Uhr Gitarren-Duo Böckmann & Ludwig – Folk, Jazz, Blues, Country, Evergreens, 17.30 Uhr Trio Afterwork – Weltmusik, Tango, Jazz, 18.30 Uhr Duo Dun Aengus – Irish Folk, 19.30 Uhr, Kea – Singer-Songwriterin, 20.30 Uhr
Ort und Kontakt: Schlossmuseum Braunschweig, Schlossplatz 1, 38100 Braunschweig · Telefon 0531 470 4876 · schlossmuseum@residenzschloss-braunschweig.de
Internetseite: www.schlossmuseum-braunschweig.de






