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Im Nachbarschaftsgarten können Kinder säen, pflegen und ernten

Karin Hollweck erklärt Olga (8) und Vera (6) die jungen Pflanzen. Foto: Der Löwe
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Das Projekt „Umweltbildung für HeidbergKids“ vermittelt ökologische Zusammenhänge und Grundlagen für gesunde Ernährung.

Wie sieht eine Tomatenpflanze aus? Warum wächst eine Mohrrübe in der Erde? Und warum wird ein Kürbis eigentlich im Herbst geerntet? Vielen Kindern, die in der Stadt aufwachsen, bleibt der Zugang zur Natur verstellt. Dadurch haben sie es schwer, Kenntnisse über heimisches Obst und Gemüse zu erwerben. Ihnen bleibt der Zyklus aus säen, pflegen und ernten fremd.

Um Abhilfe zu schaffen, gibt es das Projekt „Umweltbildung für HeidbergKids“. Vermittelt werden in dem Nachbarschaftsgarten komplexere ökologische Zusammenhänge und natürlich auch Grundlagen für gesunde Ernährung. Das Projekt wird vom AWO-Nachbarschaftsladen im Heidberg am Erfurtplatz mit Unterstützung der Richard Borek Stiftung umgesetzt.

Drei Hochbeete bepflanzt

In diesem Frühjahr haben Alena Timofeev, Koordinatorin des Nachbarschaftsladens, Bettina Eiben und Hanni Jedwab sowie Karin Hollweck, pädagogische Mitarbeiterin an der Grundschule Gartenstadt und Fachberaterin im Kleingärtnerverein Asseblick, das Projekt auf den Weg gebracht. Elf Kinder im Grundschulalter haben sich angemeldet. Sie werden lernen, was es heißt, nachhaltig und biologisch wertvoll zu gärtnern.

Die Kinder sind mit Begeisterung dabei, nehmen Gießkanne, Schaufel und Harke in Beschlag, um schnell loszulegen. Sie pflanzen kleine Setzlinge in die drei neuen Hochbeete hinter dem Einkaufszentrum. Radieschen, Tomaten und Mohrrüben. Die Kinder heben unter Anleitung die kleinen Pflanzlöcher aus, drücken die zarten Pflänzchen an und gießen sie anschließend.

Wertvolle Erfahrungen

Das niederschwellige, außerschulische Bildungsprojekt geht auf eine Initiative Braunschweiger Baugenossenschaft (BBG) zurück. „Viele Kinder kennen Obst und Gemüse nur aus den Regalen im Supermarkt. Eigenes Gemüse zu ernten und zu essen, zu sehen wie aus einem kleinen Samen eine große, starke Pflanze wird und zu erkennen, dass diese Pflanze Pflege braucht, um gut zu gedeihen, sind wertvolle Erfahrungen für die Kinder, die hoffentlich nachhaltig bis ins Erwachsenenalter nachhaltig wirken werden“, meint Karin Hollweck.

Corona-bedingt musste das Projekt in Kleingruppen beginnen. Die Hoffnung ist, dass es bald möglich sein wird, sich regelmäßig viermal im Monat ohne Masken treffen und in den Ferien Workshops veranstalten zu können. „Wir wollen die gesamte Gartensaison gemeinsam planen und erleben. Wir freuen uns schon jetzt auf das Erntedankfest, wenn wir unsere Kürbisse ernten können“, sagt Karin Hollweck.

Kontakt:

AWO-Nachbarschaftsladen Heidberg
Erfurtplatz 3
38124 Braunschweig

Telefon: 05 31 / 86 67 00 53
E-Mail: nachbarschaftsladen-heidberg@awo-bs.de

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